Meine größten Albträume

Man kennt das: Wenn Personen über Albträume reden, dann geht es oftmals um Mörder, Tod, Spinnen, Schlangen oder Geister und Gespenster.

Bei mir manifestieren sich Albträume (zum Glück) etwas anders, sind aber für mich dadurch genauso "schlafraubend".

Stufe 1: Schule

Heute erst wieder passiert: Ich träume, dass am nächsten Tag ein normaler Schultag auf mich wartet. Dieser Gedanke stresst mich unheimlich. "Morgen sind Stundenwiederholungen, ich habe aber nichts dafür gelernt. Oh Gott: Biologie, Englisch, Physik, … alles an einem Tag. Was, wenn ich drankomm? Zählt die Ausrede, dass ich die letzten Tage krank war und erst heute wieder den ersten Tag in der Schule?" War man einige Jahre im Schulsystem, weiß man: Ausreden gelten, zurecht, in den wenigsten Fällen. Streß Streß Streß!

Stufe 2: Die Mutter aller Albträume

Ich weiß, ich hab ein fertiges Studium. Ich weiß, ich hab meine Matura abgeschlossen. Aber: Meine Französisch-Lehrerin aus der Oberstufe meldet sich und sagt: Ich müsse noch eine Hausübung nachbringen, die fehle.

Was für viele wohl lächerlich klingt: DAS ist mein absoluter Schlafkiller. Wissen muss man vorab: Ich war in meiner gesamten Schullaufbahn, anders als im Studium, nicht so die Leuchte und relativ faul. Vor allem Sprachen und Mathematik haben oftmals mir (bzw. meinen Lehrern) Kopfzerbrechen bereitet.

Deswegen ist das Fehlen einer Hausübung, die ich, 10 Jahre nach meiner Matura auf KEINEN FALL mehr schaffen würde, ein Albtraum. Ich seh mich schwitzend in der Schule, als Jugendlicher, ohne Plan, wie ich jemals einen geraden Satz schreiben könnte.

Das Aufwachen

Das schönste an einem Albtraum? Die Aufwachphase. Als ich heute in der Nacht nach meinem Traum aufgewacht bin und kurz überlegt habe: Wo bin ich? Was ist heute für ein Tag? Viel wichtiger: Was ist morgen für ein Tag? Was muss ich morgen machen? Schule? Arbeit? Und dann der Gedanke kommt: Es war nur ein Traum. Ich DARF morgen arbeiten gehen! Dann fühlt man sich innerhalb einer Sekunde um 20 Kilo leichter, der sprichwörtliche Stein fällt einem vom Herzen und man kann beruhigt weiterschlafen.

Traumbewältigung

Interessant ist die Frequenz, in der diese Träume auftauchen. Nämlich ca. 2 mal pro Jahr. Für mich zu häufig. Deswegen habe ich mich nach dem heutigen Tag entschlossen meine Gedanken dazu niederzuschreiben. Vielleicht hilft es ja bei der Bewältigung.

Traumdeutung selbst hat mir noch nie wirklich etwas "gegeben". Es ist wie mit Horoskopen: Ich bin sehr skeptisch und empfinde 0815, verallgemeinerte Aussagen, die immer auf jemanden zutreffen, einfach als Humbug. Ich kann so etwas nichts abgewinnen. Zum Glück.

Aber was mich interessieren würde: Was macht ihr gegen eure Albträume? Stellt ihr euch den Ängsten?

Funfact

Vor kurzem war unser 10 jähriges Maturajubiläum und die Französisch-Lehrerin war als Gast eingeladen. Ich hatte sehr gehofft, dass wir miteinander sprechen könnten, damit ich ihr von meinen Albträumen erzählen könnte und sie mir, so meine Hoffnung, versichern kann, dass mir keine Hausübung mehr fehlt.

Leider kam sie dann doch nicht zum Treffen und somit muss ich wohl auf das 15-, oder 20-jährige Jubiläum hoffen, damit ich vielleicht doch noch meine Ruhe finden kann. Bis dahin werde ich wohl noch 10-20 mal von der fehlenden Hausübung träumen.