Zur Wien Wahl 2010 Farbe bekennen: Gegen blau!

Gleich vorweg: Mich hätte es ja eigentlich gar nicht zu interessieren: Die Wien Wahl 2010 am 10. Oktober 2010. Sie hätte mich nicht zu interessieren, weil ich gar nicht in Wien hauptgemeldet bin. Ich dürfte also an der Wahl nicht teilnehmen. Dennoch möchte ich Stellung beziehen, denn in Wahrheit betrifft die Wahl ja nicht nur Wiener an sich (, sondern auch die jenigen von uns, die nur in Wien arbeiten). Meine Meinung ist nicht fundiert, aber ehrlich.

Was läuft schief in unserer Gesellschaft?“ frage ich mich jedes einzelne Mal wieder, wenn ich sehe, wieviel Prozent die FPÖ nach einer geschlagenen Wahl erzielt. Es ist mir ein Rätsel, warum sich so viele Personen von so billigen Parolen (ohne Lösungen) fangen lassen. Die FPÖ ist für mich einfach kategorisch unwählbar. Sei es auf Gemeinde, Landes oder Bundesebene - komplett egal. Überall wo die FPÖ oder HC Strache auftritt, wird Angst, Rassismus und ewig Gestriges gepredigt. „Ist das alles?“ fragt man sich. Ist es. Sollte Politik jedoch nicht in die Zukunft blicken, sich mit aktuell wirklich wichtigen Themen wie Bildung, Klimaschutz und Verkehr beschäftigen? Natürlich, die Ausländer-Frage ist ebenfalls ein aktuelles Thema. Man sollte es jedoch zumindest versuchen objektiv zu betrachten. Denn was hilft es anzuprangern, dass es (zu) viele Ausländer in Österreich gibt, oder diese zu viel Probleme bereiten? Anscheinend ca. 15-20% Wählerstimmen. Unfassbar.

Im Wiktionary ist eine Definition des „Begriffs Politik“:

die zielgerichteten Handlungen und Ordnungen, die allgemein verbindliche Regeln sozialer Gemeinschaften oder eines oder mehrerer Staaten bestimmen
Wo sind in der angeblichen Politik der FPÖ die zielgerichteten Handlungen zu finden? Wo sind Lösungen, Vorschläge, positive Ideen? Aufs neue wird mir in jeder TV-Konfrontation bzw. Interview des Herrn Strache klarer, dass er keine Lösungen und Vorschläge hat. Das traurige an dieser Situation ist, dass er sie anscheinend gar nicht braucht (wenn man den Umfragen glaubt). Wobei: Moment. Eine Lösung hat er schon immer parat. Möglichst nicht auf die gestellte Frage zu antworten, sondern rasch indirektes Blabla von sich geben. Das sind für mich untragbare Zustände, die ich als inakzeptabel empfinde. Der Fokus auf rechts, auf Vergangenheit, auf Angst machen.

Ohne jetzt direkt eine Wahlempfehlung auszusprechen, möchte ich viel mehr auf zwei Dinge aufmerksam machen: Einerseits: Wahlkabine. Andererseits: Wählen gehen. Am besten gegen rechts (jetzt hab ich doch noch indirekt eine Wahlempfehlung abgegeben).